E-Bike Touren rund um Bad Boll — Trails für alle Könnensstufen, Downhill-Strecke, Kornberg und Bertaburg. Ehrlicher Erfahrungsbericht mit einem Ghost E-Bike, nicht für Eliten.
Kein Rennfahrer, aber engagierter Hobby Mountainbiker.
Ich bin 68 Jahre alt und ich fahre ein ganz normales E-Bike das keine 3.000 Euro gekostet hat, und ich fahre durch Wälder und über Trails die ich mit meinem alten Mountainbike ohne „e“ vor zehn Jahren noch locker bewältigt hätte, (na ja, vielleicht nicht locker 😊) — heute tu ich mir das nicht mehr an. Zu was gibt es diese wunderbare Erfindung der E-Bikes?. Mit dem E-Bike kann man trotzdem sportlich unterwegs sein, sich auch anstrengen und etwas powern, aber wenn es dann die Berge hinauf geht, ist man an etwas Unterstützung vom Motor doch sehr dankbar 😊.
Also… jedem das seine… ich würde mein E-Bike nicht mehr gegen ein konventionelles Mountainbike tauschen!
Ich lebe in Bad Boll — direkt am Fuß der Schwäbischen Alb, im Landkreis Göppingen. Was ich von der Haustür aus erreiche, ist wie gemacht für wunderbare genussvolle Touren, aber auch genauso für echtes, anspruchsvolles Mountainbiking. Je nach Lust und Laune … und Tagesform. Es ist alles dabei 😊.
Das Bike: Ghost E-Bike mit Shimano Steps
Ich fahre ein Ghost E-Bike mit Shimano Steps Motor und 500 Wh Akku. Das ist kein High-End-Gerät, aber ein durchaus verwendbares, vielseitiges Bike mit dem man gut unterwegs sein kann. Es ist ein solides Allround-E-Mountainbike mit dem man aber sehr vielseitig unterwegs sein kann. Auf sehr holprigen, anspruchsvollen Strecken wäre eine Hinterradfederung sicher die bessere Lösung. Mit einem Hardtail ist das manchmal etwas anstrengend, macht aber trotzdem Spass.
Was das bedeutet in der Praxis: Der Shimano Steps Motor ist durchaus zuverlässig, leise und gut dosierbar. Vier Unterstützungsstufen — vom nur unterstützenden aber trotzdem spürbaren Eco bis zum Turbo-Modus für steile Anstiege. Der 500 Wh Akku reicht für meine Touren i.d.R. aus; ich bin noch nie leer nach Hause gekommen.
Das Ghost ist robust. Es verzeiht Fahrfehler. Es macht keine Zicken. Passt für mich. Ich bin ja auch nicht mehr ganz so rasant unterwegs wie früher 😊.
Was ich dazugekauft habe — und warum
Sinnvolles Zubehör, das man sich auf jeden Fall leisten sollte:
Handyhalterung von Andobil
Navigation auf dem Trail ohne Smartphone am Lenker ist für längere Touren eine feine Sache. Aber nicht jede Halterung hält was sie verspricht. Vibrationen, schlechte Klemmen, Handys die sich bei Bodenwellen selbst befreien — das kenne ich.
Ich hab einige probiert, aber für ein rel. großes iPhone passt nicht jede Halterung. Mit der Andobil Handyhalterung bin ich sehr zufrieden, eben auch passend für größere Handys. Sie hat einen Metallklemm-Mechanismus mit Schockabsorption. Sie sitzt. Bei jedem Untergrund. Das Display bleibt ablesbar, das Handy bleibt drin. Mehr braucht man nicht — aber weniger geht nicht.
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Schloss: Dunlop Fahrradschloss Zahlenschloss
Ein E-Bike steht nicht einfach irgendwo ab. Es ist wertvoller als ein normales Rad — und interessanter für Diebe. Das Dunlop Fahrradschloss mit Zahlenschloss (Sicherheitslevel 8) ist meine Lösung für kurze Stopps: Café-Pause, Einkauf, Rastplatz. Kein Schlüssel der verloren gehen kann. Fünfstelliger Code. Die Kette ist 100 cm lang — reicht, um das Rad an einem Baum oder Geländer zu sichern.
Kein Schloss der Welt ist unknackbar. Aber ein gutes Schloss macht es für den Gelegenheitsdieb uninteressant. Das reicht für meinen Einsatz.
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Helm: uvex i-vo cc
Der uvex i-vo cc ist leicht, gut belüftet und sitzt angenehm — auch nach zwei Stunden im Sattel. Für mich war die Passform entscheidend: Helme muss man probieren. Der uvex passt mir sehr gut, da drückt nichts, man kann ihn auch auf langen Strecken angenehm tragen. Das Sicherheitsniveau stimmt auch. Und – er macht auch optisch keinen schlechten Eindruck.
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Das Gelände: Was Bad Boll zu bieten hat
Wer nach Bad Boll kommt und nur den Ort anschaut, hat das Entscheidende verpasst. Direkt hinter dem Ortsschild beginnt ein Waldgebiet das sich bis an den Albtrauf zieht — dicht, hügelig, durchzogen von Forstwegen, Trails, Wanderpfaden und auch einigen Strecken die sich nur für Geübtere eignen.
Die Downhill-Strecke
Wer auf Google Maps nach „Downhill Strecke Bad Boll“ sucht, findet einen roten Marker mitten im Wald zwischen dem Freibad und der Boller Heide. Das ist kein offizieller Bikepark — eher eine gewachsene Strecke die Locals nutzen. Steil, wurzelig, mit ein paar Sprüngen die man sieht, bevor man sie fährt. Ich lasse die Sprünge aus. Mit 68 und auf einem Hardtail-E-Bike bin ich nicht mehr das Zielpublikum für die kleinen Sprungschanzen. Aber ein toller Trail, der auch Spaß macht, wenn man ihn nicht mit vollem Speed durchfährt.
Bertaburg und Kornberg — das eigentliche Revier
Das Herzstück für mich ist das Gebiet rund um Bertaburg und Kornberg, südwestlich von Bad Boll. Hier verlaufen sich die Forstwege in einem Netz das man nicht an einem Tag abfahren kann. Breite Schotterpisten wechseln sich ab mit schmalen Waldpfaden — manche davon steil genug um auch auf dem E-Bike an die Grenzen zu kommen.
Orientierungspunkte im Gebiet:
- Kornberghütte — schöner Rastplatz mit Bewirtung am Wochenende
- Boßler Hütte – schöner Rastplatz mit Bewirtung am Wochenende
- Aussichtspunkte — die einen traumhaften Blick über das Tal und die 3 Stauferberge geben
Das Besondere an diesem Revier: Es gibt buchstäblich für jeden etwas. Wer gemütlich auf breiten Forstwegen fahren will, kann das stundenlang tun. Wer schmalere, steilere Wege sucht — die gibt es auch. Wer einfach in Ruhe durch den Wald radeln und dabei nichts denken will: perfektes Gelände.
Ich fahre hier meistens ohne festes Ziel. Ich kenne inzwischen schon die meisten Wege — und finde trotzdem noch immer Abzweigungen die ich noch nicht kannte.
Was man wissen sollte
Untergrund: Großteil Schotterwege und verdichtete Forstwege. Nach Regen einzelne schlammige Abschnitte — besonders auf den schmalen Trails. Gute Stollenreifen sind wichtig.
Höhenmeter: Das Gebiet zwischen Bad Boll und dem Albtrauf hat durchaus Charakter. Wer ohne Motor kommt, braucht Kondition. Mit E-Bike-Unterstützung sind die Aufstiege machbar — auch für mich 😊.
Rettung und Empfang: Im Wald teilweise schlechtes Mobilfunknetz. Wer alleine fährt: jemandem Bescheid geben wo man ungefähr unterwegs ist. Grundregel.
Parkplätze: Direkt am Ortsrand Bad Boll gibt es Möglichkeiten. Wer tiefer ins Gebiet will, nutzt den Sattelparkplatz an der L1217.
Warum E-Bike — ist das nicht „unsportlich“ für einen „Sportler“?
Die Frage bekomme ich manchmal. Die ehrliche Antwort:
es ist einfach bequemer und besonders in sehr steilem Gelände schon sehr hilfreich. Man kann sportlich fahren, mit und ohne Unterstützung, aber wenn es den Berg hinauf geht kann man sich einfach unterstützen lassen und man bestimmt letztendlich selbst, wie stark man sich verausgabt.
Wer mit 68 noch auf dem Mountainbike sitzt, macht es richtig — egal mit welchem Antrieb.
Kompakt zusammengefasst
Das Bike:
- Ghost E-Bike mit Shimano Steps Motor, 500 Wh Akku — solide, zuverlässig, kein Elite-Gerät
Ausrüstung:
- andobil Handyhalterung Fahrrad — sitzt, hält, Schockabsorption
- Dunlop Fahrradschloss Zahlenschloss Level 8 — für kurze Stopps unterwegs
- Uvex i-vo cc Helm — leicht, gut belüftet, gute Passform
Das Revier:
- Downhill-Strecke im Wald oberhalb Bad Boll — für Geübte
- Bertaburg / Kornberg — Netz aus Forstwegen und Trails für alle Niveaus
- Kornberghütte und Aussichtspunkt Herz von Dürnau als Rastpunkte
- Der Boßler mit seinen herrlichen Wegen, immer eine Biketour wert
- Und noch viele viele Wege, die ich im Laufe der Zeit noch erforschen möchte in der Hoffnung noch lange fit und gesund zu sein um diesem schönen Sport auszuüben.
